EM-Norm für Johanna Martin - Lia Flotow mit Landesrekord
Bei den Deutschen U23-Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid sorgte Johanna Martin (1. LAV Rostock) für Furore. Souverän lief die 20-jährige zum Titel über 400 Meter, pulverisierte im Halbfinale mit 50,57 Sekunden ihre Bestzeit und blieb somit deutlich unter der EM-Norm von 51,20 Sekunden. Seit Grit Breuer bei den Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton war keine deutsche Athletin auf der Stadionrunde schneller! Teamkameradin Lia Flotow lieferte sich im Finale über 100 Meter Hürden ein spannendes Duell mit Titelverteidigerin Rosina Schneider. Nur knapp musste sie sich geschlagen geben, unterbot jedoch mit 12,92 Sekunden ihre alte Bestzeit (= Landesrekord) um fünf Hundertstel Sekunden und blieb außerdem unter der EM-Bestätigungsnorm. In knapp drei Wochen an selber Stätte möchte sie bei den Deutschen Meisterschaften - Frauen / Männer die EM-Norm (12,88 Sekunden) attackieren. Titel Nummer zwei errang U20-Athletin Emily Scherf (SC Neubrandenburg) im Kugelstoßen mit 16,68 Meter. Derzeit auf Rang fünf der U20-Weltbestenliste liegend, ließ sie im Lohrheidestadion der älteren nationalen Konkurrenz keine Chance. Kimberly Opitz (1. LAV Rostock) sprang 5,98 Meter weit und erzielte Rang sechs. Im Diskuswerfen erreichte Malte Tiltmann (SC Neubrandenburg) mit persönlicher Bestleistung von 51,70 Meter den sechsten Platz. Im Kugelstoßen wurde er mit 14,69 Meter Achter. Rang acht ging gleichfalls an Samuel Wolter (1. LAV Rostock) im Speerwerfen mit 63,79 Meter.
Herzlichen Glückwunsch zu den ausgezeichneten Leistungen!
Fotos: KJ Peters